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Apr.

Erasmus+ Projekt „Jenseits der Grenzen“: Eine unvergessliche Woche in Südtirol

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Jenseits der Grenzen“ reisten zwölf Schüler des 4. Jahres Ende April nach Meran in Südtirol. Ziel des Projekts war es, sich mit Themen wie Mehrsprachigkeit, europäische Werte und das Leben in Grenzregionen auseinanderzusetzen – und dabei neue Menschen, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen.

Bereits die Anreise war ein kleines Abenteuer: Nach einer Zugreise durch Deutschland und Österreich erreichte die Gruppe schließlich Meran in Italien. Dort erwartete die Teilnehmer direkt ein erstes Highlight: der Besuch von Schloss Trauttmansdorff und seinen beeindruckenden Gärten. Zwischen exotischen Pflanzen, mediterraner Atmosphäre und traumhaften Ausblicken bot sich nicht nur die Gelegenheit, die Natur zu genießen, sondern auch die Gruppengemeinschaft zu stärken und über die Werte der Europäischen Union ins Gespräch zu kommen.

Die folgenden Tage standen ganz im Zeichen des Austauschs und der aktiven Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus Meran. Besonders spannend war die Teilnahme an einer Gemeinderatssitzung, bei der die Schüler erleben konnten, wie engagiert sich junge Menschen in Südtirol für ihre Region einsetzen. Die Jugendlichen präsentierten eigene Ideen und Vorschläge, um ihre Stadt nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten – ein eindrucksvolles Beispiel gelebter Demokratie.

Parallel dazu arbeiteten die Teilnehmer an der Auswertung von Umfragen aus Kelmis und Meran zum Thema Mehrsprachigkeit. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig Sprache, Kultur und Identität in europäischen Grenzregionen sein können.

Auch die kulturelle Seite kam nicht zu kurz: Gemeinsam mit einer Kochlehrerin bereiteten die Jugendlichen typische Südtiroler Spezialitäten wie Knödel zu. Besonders schön war dabei die Zusammenarbeit in gemischten Teams aus Meraner und Kelmiser Schülern, wodurch neue Freundschaften entstanden.

Natürlich durfte auch die beeindruckende Natur Südtirols nicht fehlen. Die Berglandschaften rund um Meran und Bozen sorgten immer wieder für besondere Momente und unvergessliche Eindrücke.

In den letzten Tagen des Projekts traf die Gruppe den Landtagsabgeordneten Harald Stauder, der spannende Einblicke in die politische Arbeit und die demokratischen Institutionen Südtirols gab. Anschließend erkundeten die Schüler die Altstadt von Bozen und fuhren mit der Seilbahn nach Oberbozen auf 1220 Meter Höhe – ein Erlebnis mit spektakulären Ausblicken.

Zum Abschluss präsentierten die Jugendlichen ihre selbst produzierten Videos zum Thema Grenzregionen sowie die Ergebnisse ihrer Analysen zur Mehrsprachigkeit in Ostbelgien und Südtirol. Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich und gleichzeitig verbindend Sprache und kulturelle Identität in Europa sein können.

Mit vielen neuen Erfahrungen, wertvollen Begegnungen und zahlreichen Erinnerungen im Gepäck traten die Schüler schließlich die Heimreise nach Kelmis an. Das Erasmus+ Projekt „Jenseits der Grenzen“ war für alle Beteiligten eine inspirierende und unvergessliche Erfahrung, die den europäischen Gedanken auf besondere Weise erlebbar gemacht hat.